Apltraum oder Segen? Das war die große Frage vor dem “111 Jahre Werder Spiel” gegen die Hertha aus Berlin. Und was gab es am Ende? Einen 2:1 Heimsieg – der alptraumhafte Segen!
Ich hatte vor dem Spiel ja fest auf eine 2:4 Niederlage gesetzt und habe mich damit glücklicher Weise geirrt. Überzeugt haben mich die Bremer aber nicht. Ohne Fehlentscheidung des Linienrichters hätten wir 0:1 hinten liegen müssen und was dann passiert wäre, würde meinem Tipp sicher entsprechen. Aber gut, man muss als Krisenteam auch mal Glück haben, also stand Gekas klar im Abseits
Der Ausgleich nach 107 Sekunden war eine werdertypische Angelegenheit und ließ den Alptraum kurz aufkommen: Führung erzielt, erstmal durchatmen und schon steht man selber im Mittelkreis zum Anstoß. Tim Wiese sah heute und auch bei dem Ausgleich nicht gut aus und dass nicht nur wegen seiner langen Haare im Nacken.
Positiv anzumerken war die generelle Laufbereitschaft bei den Spielern. Es wurde konstant um jeden Ball gekämpft und Zweikämpfe konnten bissig gewonnen werden. Peter Niemeyer hat mich besonders überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass er mit so einer Power in das Spiel geht und offensiv gute Spielzüge einleiten konnte. Dann kann sich Borowski noch was abgucken. Weiter so!
Wer mir zeitweise nicht gefallen konnte, war…
Tim Wiese, aufgrund des Patzers beim Gegentor und mehrfacher Unsicherheiten.
Clemens Fritz, aufgrund seines zu leichtfüßigen Zweikampfverhaltens. Er muss standhafter werden und darf an den Gegnern nicht “abprallen” in der Hoffnung einen Feristoß zubekommen. Das wird in die Hose gehen.
Mesut Özil, weil er in manchen Szenen wieder einmal zu verspielt war und dadurch Bälle verloren hat.
Als Sky-Gucker komme ich nach jedem Spiel in den Genuß der Interviews mit Thomas Schaaf. Besonders genüsslich sind die Interviews, die Rolf Fuhrmann mit ihm führt. Scheinbar mag unser Thomas die Fragen von ihm nicht so gerne und antwortet immer auf besondere Art und Weise:
Rolf Fuhrmann: Herr Schaaf, was nehmen Sie aus diesem Sieg in Hinblick auf das kommende Pokalspiel gegen Hoffenheim und der nächsten Ligapartie mit?
Thomas Schaaf: Nichts.
Herrlich, ich liebe das Frage-Antwort-Spiel zwischen den Beiden. In anderen Interviews ist Thomas Schaaf zwar auch immer sehr distanziert und trocken, aber bei Herrn Fuhrmann bewegt es sich auf einem anderen Level.
Mal schauen, was der Dienstag so bringt…




